Online kredit

Online kredit:

Mit dem Geld ist es so eine Sache. Eigentlich hat man nie genug. Selbst, wenn man gut verdient, kommt immer eine unerwartete Ausgabe, wie beispielsweise eine defekte Waschmaschine oder eine plötzlich notwendig gewordene Reparatur an Auto oder Haus, die ein tiefes Loch in den Geldbeutel reißt. Manche Leute gehen sehr vorausschauend mit ihrem Geld um und legen jeden Monat einen bestimmten Betrag zur Seite oder auf ihr Sparkonto, sodass sie immer eine Reserve für ungeplante Ausgaben haben. Doch die meisten Menschen werden von diesen plötzlichen Großausgaben in der Regel kalt erwischt. Das kann beispielsweise damit zusammenhängen, dass sie schlicht nicht genug verdienen, um eine größere Summe anzusparen, oder ihre Fixkosten, zum Beispiel die besonders in Großstädten explodierenden Mieten, einen Großteil ihres Gehalts auffressen.

Wenn man schnell Geld braucht

Doch was soll man nun tun, wenn man eine größere Summe Geld benötigt und der Dispokredit des Girokontos bereits ausgereizt ist? Natürlich hat man immer die Möglichkeit, Freunde oder Familie um Geld zu bitten, aber das kann schnell zu Misstönen führen, weil freundschaftliche Gefühle und finanzielle Interessen plötzlich miteinander kollidieren. Daher ist es in vielen Fällen besser, wenn man einen Kredit bei einer Bank aufnimmt. Gewährt die Bank einem Kunden einen Kredit, handelt es sich um eine streng geschäftliche Beziehung, von der beide Seiten profitieren. Die Bank, weil der Kunde das geliehene Geld mit Zinsen zurückzahlt und den Betrag in der Regel mit Sachwerten, wie Immobilien oder Ähnlichem, absichern muss. Der Kunde hingegen kommt relativ schnell an das benötigte Geld und kann den geliehenen Betrag bequem in Raten zurückzahlen. Zwar muss er Zinsen zahlen, dafür muss er sich keine Sorgen darüber machen, wie er die ungeplante Ausgabe finanziert.

Banken und die Digitalisierung

Viele Menschen haben in den letzten Jahren die Vorteile des Online-Bankings für sich entdeckt. Für die Banken hatte das die unangenehme Folge, dass immer mehr Bankfilialen überflüssig wurden, sodass die Banken in den letzten Jahren gezwungen waren, ihr Filialnetz deutlich auszudünnen. Für die Beantragung eines Kredits ist dies jedoch kein Problem, denn heutzutage muss man nicht mehr einen Termin mit seinem Bankberater ausmachen, um einen Kredit zu erhalten.

Die Vorteile eines Onlinekredits

Doch was genau ist ein Onlinekredit und wie kann man ihn bekommen? Zunächst einmal handelt es sich bei einem Onlinekredit um einen Ratenkredit. Diesen kann der Kunde von unterwegs oder von zu Hause aus online beantragen und abschließen. Dies ist für den Kunden deutlich bequemer und auch praktisch, weil er dadurch nicht an die Öffnungszeiten einer Bankfiliale gebunden ist. Außerdem spart er sich den, für viele Menschen unangenehmen, Gang zum Bankberater, den man im persönlichen Gespräch davon überzeugen muss, dass man das geliehene Geld zurückbezahlen wird. Für manch einen ein normales Geschäftstreffen, doch manche Menschen sind diesbezüglich deutlich dünnhäutiger, weil sie sich fühlen, als würden sie um Geld betteln, und sich Sorgen machen, was passiert, wenn der Kredit nicht bewilligt wird.

Doch der Onlinekredit hat weitere Vorteile, beispielsweise wird er meist zu deutlich günstigeren Zinsen vergeben als Kredite, die in der Bankfiliale bewilligt werden. Dies hängt damit zusammen, dass die Direktbanken, welche die Onlinekredite anbieten, sich das Filialnetz sparen und dadurch geringere Kosten haben. Diese können sie in Form von niedrigeren Kreditzinsen an ihre Kunden weitergeben.

Außerdem entfällt beim Onlinekredit das nervenaufreibende Warten auf die Rückmeldung des Beraters, denn der Kunde erfährt innerhalb von Sekunden, ob sein Antrag bewilligt wurde oder nicht. Gleichzeitig erhält er die Information, wie hoch der zu bezahlende Zinssatz für den gewünschten Kredit ausfällt. Bei beiderseitigem Einverständnis kann der benötigte Betrag häufig direkt am gleichen Tag ausgezahlt werden. Ein weiterer Vorteil des Onlinekredits besteht in der besseren Vergleichbarkeit unterschiedlicher Anbieter, sodass der Kunde das für ihn günstigste Angebot finden kann, ohne einen enormen Aufwand betreiben zu müssen.

Wofür kann man einen Onlinekredit nutzen?

Letztlich kann man mit einem Onlinekredit eigentlich alles finanzieren, wofür man auch einen herkömmlichen Kredit aufnimmt. Ein Klassiker unter den Anschaffungen, die die wenigsten Leute vorfinanzieren oder bar bezahlen können, ist der Autokauf. Selbst ein günstiger Kleinwagen oder ein gebrauchter Mittelklassewagen kostet mehrere Tausend Euro und ist für die meisten Menschen nicht mit einem Mal bezahlbar. Mithilfe eines Onlinekredits kann der neue Wagen nicht nur sicher, sondern auch günstig finanziert werden und man kann sich ganz auf den Fahrspaß konzentrieren.

Aber auch größere Lebensereignisse, wie beispielsweise eine Hochzeit, können rasch sehr teuer werden. Damit der Haussegen nicht schon vor der Eheschließung schief hängt, kann auch hier ein Onlinekredit Abhilfe schaffen, sodass der schönste Tag im Leben nicht durch billiges Essen oder eine schlechte Band eine Schieflage erhält. Auch Weiterbildungen schlagen mit verhältnismäßig hohen Kosten zu Buche und können für eine einzelne Person eine finanzielle Herausforderung darstellen, wenn sie die Kosten selbst tragen muss. In den allermeisten Fällen lohnt sich die Investition jedoch, da die zusätzlichen Qualifikationen dafür sorgen, dass man später mehr verdient.

Ein Kritikpunkt, den Verbraucherschützer immer wieder ansprechen, sind die hohen Zinsen bei einem Dispokredit. Diese fallen in den allermeisten Fällen deutlich höher aus als die Zinsen, die der Kunde für einen aufgenommenen Kredit zahlen muss, und je nachdem, wie weit jemand sein Konto überzieht, kann es Sinn machen, einen Onlinekredit aufzunehmen, um sein Girokonto auszugleichen. Natürlich muss man das Geld trotzdem zurückzahlen, aber die Konditionen sind im Zweifelsfall viel günstiger, wodurch man bares Geld sparen kann.

Vergleichen!

Heutzutage gibt es für praktisch alles Vergleichsportale. Man kann Ärzte vergleichen, Schwimmbäder oder Hotels, man kann sogar Lehrer benoten oder die Konditionen verschiedener Internetanbieter. Wenn man es übertreibt, droht man, sich in seiner Vergleichswut zu verlieren, aber generell ist es immer eine gute Idee, nicht das erstbeste Angebot direkt anzunehmen. Dies gilt natürlich auch für die Aufnahme eines Onlinekredits. Dabei ist es besonders wichtig, dass man vorher festlegt, was für Prioritäten man hat. Legt man Wert auf niedrige Zinsen oder ist einem eine lange Laufzeit wichtiger?

Die unterschiedlichen Vergleichsportale bieten häufig auch einen Kreditrechner an, mit dem der Interessent die verschiedenen Möglichkeiten durchspielen kann. Dies ist zum einen praktisch, weil es ein ausgezeichnetes Informationstool ist und der Interessent dadurch einen realistischen ersten Eindruck erhält. Aber letztlich ersetzen sie nicht das Durchlesen der Kreditkonditionen der unterschiedlichen Anbieter.